Am 16. März 1988 wurde die Stadt Halabja innerhalb weniger Stunden zum Massengrab. Die irakische Armee unter Saddam Hussein bombardierte die Stadt mit chemischen Waffen – ein gezielter Angriff auf die kurdische Zivilbevölkerung, der über 5.000 Menschen sofort das Leben kostete. Tausende weitere starben in den folgenden Tagen und Wochen an den grausamen Folgen des Giftgases. Bis heute leiden Überlebende an schweren gesundheitlichen Schäden, während die Weltgemeinschaft jahrzehntelang wegsah.
Der Giftgasangriff auf Halabja war kein Einzelfall, sondern Teil der brutalen Anfal-Operation, die darauf abzielte, Kurd:innen systematisch zu vernichten. Hunderttausende wurden ermordet, unzählige Dörfer zerstört, ganze Familien ausgelöscht. Doch Halabja wurde zum Symbol dieses Völkermords – ein Name, der für unermessliches Leid, aber auch für die Kraft der Erinnerung steht.
Mehr als drei Jahrzehnte später bleibt die Wunde von Halabja offen. Die Verantwortlichen wurden nie vollständig zur Rechenschaft gezogen, und viele Überlebende warten bis heute auf Anerkennung und Gerechtigkeit. Doch für die kurdische Jugend ist Halabja nicht nur Vergangenheit – es ist eine Verpflichtung, gegen Unterdrückung, Rassismus und Gewalt einzutreten.
Die Kurdische Jugend Deutschland gedenkt den Opfern von Halabja mit tiefem Schmerz, aber auch mit Entschlossenheit: Wir werden nicht zulassen, dass dieses Verbrechen in Vergessenheit gerät. Halabja erinnert uns daran, dass wir für eine Welt kämpfen müssen, in der Gerechtigkeit und Menschlichkeit über Hass und Gewalt siegen.